Zwischen der pulsierenden Großstadt Miami und den weiten weißen Sandstränden mit türkisfarbenem Wasser liegt Miami Beach. Eine Stadt, die karibischen Urlaubsflair verspürt, einen in die 20er Jahre zurückversetzt und bei den meisten Europäern sicher dafür sorgen wird, mit Sonnenbrand nach Hause zu fliegen. Wer Lust auf Sommer, Sonne, Strand, Meer und das pulsierende Leben hat, der ist in Miami Beach genau richtig!
Wissenswertes
Wer davon redet, nach Miami zu reisen, meint in den allermeisten Fällen Miami Beach – besser gesagt South Beach. Die große Metropole Miami wird weniger von Touristen besucht. Eher dann, wenn man auf Stippvisite in den ein oder anderen Stadtteilen gehen möchte.
Miami Beach liegt auf einer langgezogenen Insel, die östlich von Miami liegt. Miami Beach befindet sich im Bundesstaat Florida, im Süden.
Neben den Hauptattraktionen, wie das Art-déco-Viertel von South Beach, beherbergt die Stadt einen der größten Häfen der USA. Touristen-Schiffe, Kreuzfahrtschiffe, Frachter und Yachten aller Art ankern hier. Auch ist der Hafen von Miami / Miami Beach bekannt dafür, viel Schmuggelware aus Mittel- und Südamerika ins Land zu bringen. Leider ist dadurch auch die Kriminalitätsrate der Stadt, landesweit gesehen, sehr hoch. Angst hatte ich aber zu keiner Zeit in der Stadt.
Die populärste Gegend der Stadt ist South Beach und der Bekanntheitsgrad wurde durch die bekannte Serie „Miami Vice“ sicherlich nicht weniger.
Wusstest du, dass „oben ohne“ bei Frauen in den USA tatsächlich verboten ist? In Miami Beach wird es allerdings offiziell toleriert. Allgemein sollte mich an sich auf eher knappere Badekleidung einstellen – in Florida total normal, für uns Europäer eher ein Spektakel.
Die beste Reisezeit
Das Klima in der Stadt ist immer tropisch. Das heißt: Auch in den Wintermonaten ist es immer warm. Selbst die Regentage halten sich in Grenzen. Von Mai bis Oktober betragen die durchschnittlichen Temperaturen knapp 31 Grad. Die brennende Sonne und die schwülen, tropischen Temperaturen lassen die gefühlte Temperatur allerdings deutlich höher erscheinen. Und die Sonne in Miami Beach ist immer stark. Eincremen ist ein Muss, sonst hat man hier in kürzester Zeit einen Sonnenbrand. Einige Menschen überwintern auch in Miami Beach. In den Wintermonaten sind die Temperaturen meist über 20 Grad und durch den Atlantik-Wind herrscht dann ein angenehmes, warmes Klima in der Stadt.
Empfehlenswert sind daher eher die Monate über den Winter (November bis April) um die Stadt zu erkunden.
Was du sonst noch wissen solltest
Die USA haben keine Ferientermine wie wir im deutschsprachigen Raum. Schulferien werden von den jeweiligen Schuldistrikten geplant – und davon gibt es in den USA Tausende. Wichtig zu wissen: Die Sommerferien dauern ca. 8-12 Wochen und liegen in den Monaten Juni, Juli und August. Da die Amerikaner sehr gerne in den Ferien ihr eigenes Land bereisen, sollte man hier auf die Zeit achten, denn dann werden Hotelzimmer, Campingplätze & Co. Knapp und unverschämt teuer. Von den Kosten für Flugtickets, Benzin & Co. mal abgesehen.
Auch der berühmte Spring-Break ist nicht zu unterschätzen. Die Frühlingsferien dauern meist zwei Wochen und liegen im März. Zu dieser Zeit sollten die beliebtesten „Spring-Break-Ziele“ wie Key West, Arizona, Michigan, Alpen-Colorado, Miami Beach und Daytona Beach gemieden werden.
Miami Beach erleben
Viele Reisende planen einen Roadtrip durch Florida. Und in den allermeisten Fällen ist der Start und das Ende in Miami. Der Sunshine State ist ein beliebtes Reiseziel für alle Menschen, die endlosen Sommer mit viel Sonne und das Meer lieben. Und wer einmal so richtig Party machen möchte, der ist am Ocean Drive auch ganz sicher gut aufgehoben.
Aber neben Miamis Vierteln wie Wynwood, Little Havana und Coral Gables hat eben auch Miami Beach einiges zu bieten.
Die meisten Touristen, die in Miami ankommen, werden früher oder später in Miami Beach landen. Bei dem türkisfarbenen Wasser kann man es aber auch niemanden verübeln.
Art Déco District & Ocean Drive
Der Ocean Drive – oder eher die Strandpromenade von Miami Beach ist der absolute Dreh- und Angelpunkt der Stadt. Mit seinen zahlreichen Hotels und Restaurants im Art-Déco-Stil wirkt die Straße fast schon pittoresk. Kein Tourist läuft ohne unzählige Fotos zu machen durch diese Straße. Über 800 historische Gebäude stehen hier und bringt einen direkt zurück in die 20er Jahre. Das Zentrum und die größten Highlights befinden sich an dem parallel zum Strand verlaufenen Ocean Drive. Die schicken Oldtimer, die hier vorbeifahren und die getuneden Autos der Stadt machen die Fotokulisse perfekt und den Art Déco District zum absoluten Highlight von ganz Miami.
Was auf keinen Fall fehlen darf: Den OceAn Drive sollte man sowohl bei Tag als auch bei Nacht besuchen. Durch die unterschiedlichen Tageszeiten und Interessen der Einheimischen und Touristen entstehen hier komplett unterschiedliche Vibes. Geht es am Tag eher ruhig und entspannt zu, wird die Nacht zum Tag gemacht. Feierwütige Menschen, schicke Autos und jede Menge Musik & Party überziehen dann den ganzen Ocean Drive.
Und eins sei gesagt: Hier gilt vor allem „sehen und gesehen werden“!
Für Miami Beach-Neulinge gibt es am Ocean Drive das Art Déco Welcome Center. Hier kann man sich einen groben Überblick verschaffen.
Wynwood Art District
Ein weiteres Highlight – allerdings nicht in Miami, sondern in Miami Beach ist das Wynwood Viertel.
Das frühere Arbeiterviertel war sogar einmal mit eines der gefährlichsten Viertel der ganzen Stadt. Mittlerweile zählt der District zu den angesagtesten Vierteln der Stadt. Von Streetart bis hin zu coolen Szenebars, Vintage-Läden und guten Cafés findet sich hier nur noch wenig, was an die frühere Kriminalitätsrate erinnert.
Ein Besuch bei Zak the Baker, ein jüdischer Bäcker ist eine Empfehlung wert.
Außerdem statten viele Touristen den Wynwood Walls einen Besuch ab. Die Walls sind ein kleines Outdoor-Museum, dass aus unzähligen großen und kleinen Malereien besteht. Die großen Künstler der Welt finden hier ihren Platz. Die Kunstwerke werden von Zeit zu Zeit erneuert und neue Künstler finden ihren Weg, um ihre besten Arbeiten hier zu präsentieren.
Für die Wynwood Walls muss man Eintritt bezahlen. Wer sich das sparen möchte, kann natürlich auch einfach nur durch das Viertel laufen. Streetart gibt es auch dort genug.
Strandpromenade
Wem es nicht zu heiß ist, der unternimmt einen kleinen Spaziergang entlang der Strandpromenade. Vor allem in den frühen Morgenstunden und den späten Abendstunden finden sich auch viele sportbegeisterte Jogger. Die Touristen halten hier aber eher Ausschau nach den typischen Lifeguard Towers am Strand. Aber sind wir mal ehrlich, die sind auch immer ein Foto wert.
Zwischen dem Ocean Drive und dem Strand findet sich auch Miamis Muscle Beach. Sicherlich nicht ganz so spektakulär wie der Muscle Beach in Los Angeles, aber immer für ein bisschen „Gucken“ ganz gut. Wer selbst trainieren möchte, kann das natürlich gratis tun.
Auch einige Volleyballplätze finden sich hier.
Wer noch Zeit hat
Viele Reisende nutzen Miami / Miami Beach als Ausgangspunkt für einen Ausflug zu den Florida Keys oder in die Everglades.
Key West
Wer einen Ausflug zu den Keys plant – ganz besonders Key West – der südlichste Punkt der USA – sollte sich überlegen 1-2 Tage dort zu übernachten. Denn mit dem Bus fährt man ab Miami gute 6-8 Stunden bis an das südliche Ende.
Everglades
Die Everglasdes, ein tropisches Sumpfgebiet liegen im Süden des Bundesstaats Florida. Ein Teil davon ist als Everglades-Nationalpark geschützt und mittlerweile auch UNESCO Welterbe.
Im Nationalpark gibt es eine Reihe ausgebauter Wege, dort kann man besonders die vielfältige Natur und die Tiere beobachten. Besonders berühmt für viele Tiersichtungen ist das Shark Valley. Hier kann man auf dem Trail Alligatoren, Kormorane und Reiher entdecken. Wenn man Glück hat sogar auch Flussotter.
Leider sind die Everglades aufgrund von Umweltverschmutzung, Wasserentzug durch die angrenzenden Städte und dem teilweise rücksichtslosen Tourismus seit 2010 als gefährdet eingestuft.
Der höchste natürliche Punkt im Nationalpark liegt im Übrigen nur 2,4 Meter über dem Meeresspiegel.
Tipps für einen Ausflug in die Everglades:
- Wenn man auf Alligatoren trifft, immer genug Abstand (minimum 5 Meter) halten.
- Füttere niemals Alligatoren oder bedränge sie. Sie mögen zwar langsam wirken, können aber mit schnellen Sprüngen aus dem Wasser schießen und sogar sehr schnell rennen.
- Immer im Boot oder im Auto bleiben, nicht auf die Straße rennen oder aus dem Boot springen.
- Unbedingt eincremen. Die Sonne ist hier erbarmungslos. Am besten noch eine Kopfbedeckung tragen und ausreichend trinken.
- In den Everglades sind – besonders für Touristen – die Airboote eine beliebte Art über das Sumpfgebiet zu fahren. Sicherlich schaut das alles sehr spektakulär aus. Allerdings sollte man bedenken, dass die Everglades sowieso schon ein empfindliches Ökosystem haben und eine Fahrt mit solchen Booten zur Geräuschbelästigung für Wildtiere, Verwirbelung von Schmutz und Sedimenten und dem Versetzen von Vegetation führen kann. Außerdem nutzen viele solcher Boote natürlich Treibstoff und Öl, dass ins Wasser gelangen kann.
- Für Reisende, die gerne zu Fuß oder auch dem Fahrrad unterwegs sind, empfiehlt sich ein Besuch im Shark Valley. Hier gibt es eine befestigte Straße und unzählige Trails zum Laufen. Auf der Hälfe der großen Strecke findet sich sogar ein 20 Meter hoher Aussichtspunkt.
Tipps für Nationalparks: Wer nicht nur einen Nationalpark besucht, sollte sich den „America the Beautiful Pass“ genauer ansehen. Mit diesem Eintrittspass kann man alle National Parks und National Monuments in den USA betreten und gilt für mindestens vier zusammen in einem Fahrzeug reisende Personen. Kaufen kann man den Pass überall, wo er gilt.
Preis: 80,00 Dollar
Anreise
Die meisten Reisenden fliegend zum Miami International Airport (MIA). Er liegt ca. 13 Meilen westlich von Miami Beach – im Prinzip mitten in der Stadt Miami.
Mit dem Uber ist man in einer knappen halben Stunden in Miami Beach.
Wer etwas günstiger reisen möchte, kann auch die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Direkt im Flughafen, am Orlando Terminal startet der Jet Set Express. Ohne Umstieg geht es auf direktem Wege zum South Beach.
Ein Ticket hierfür kostet ca. 10,00 Dollar.
Noch günstiger ist man mit dem Bus 150 unterwegs. An der Airport Station steigt man ein und auch hier geht es ohne Umstieg direkt nach Miami Beach / South Beach.
Ein Ticket für die Busfahrt kostet ca. 3,00 Dollar.
Fortbewegung
Um es kurz zu machen: Miami Beach ist eigentlich super gut zu Fuß zu erkunden – wenn man sich auf den South Beach – Bezirk beschränkt.
Taxi / Uber
Taxis bzw. Uber lohnen sich in amerikanischen Städten meistens, da die Preise angemessen sind. An der Ostküste sind die Preise im Vergleich zur Westküste auch deutlich günstiger und im unteren Niveau.
Uber war in Miami Beach / Miami mein Mittel der Wahl. Die Buchung erfolgt problemlos und die Preise stimmen.
Unterkunft
Ich habe fünf Nächte in Miami Beach, eine Querstraße zum Ocean Drive verbracht.
Etwas ist klar: Günstige Unterkünfte gibt es in Miami Beach / South Beach eher nicht. Die Hotels sind meistens in der oberen Preiskategorie und haben auch in den meisten Fällen 3-5 Sterne. Wer kostengünstiger nächtigen will, der sollte auf Unterkunftssuche in Miami gehen und dann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Miami Beach pendeln.
Das Dream South Beach, by Hyatt liegt nur wenige Schritte vom Ocean Drive und dem Strand entfernt.
Die Zimmer waren groß, sodass man genug Platz hatte um sich auszubreiten. Der Stil erinnert an ein Bollywood-Studio, ganz nach dem Motto 1001 Nacht. Ein kleiner Strandabschnitt gehört auch zum Hotel. Mit einem Durchschnittspreis von 130,00-150,00 Dollar die Nacht ist das Hotel sogar für Miami Beach Verhältnisse bezahlbar.
Auf dem Dach befindet sich eine Rooftop-Bar mit Pool und auch im Hotel kann man gut essen.
Achtung: Wer in Miami Beach ein Hotel bucht, muss Resort-Fee bezahlen. Meist liegen die bei bis zu 50,00 Dollar.
Natürlich geht es auch noch etwas günstiger. Allerdings schaue ich immer darauf, dass die Hotels / Motels bei Google eine Mindestbewertung von 4 Sterne hat und das Budget spielt bei mir eher eine untergeordnete Rolle spielt.
Adresse: 1111 Collins Avenue, Miami Beach, FL 33139, USA
Hier buchen: Dream South Beach, by Hyatt *
Foodie-Tipps
In der Südstaaten-Küche ist die Küche sehr maritim geprägt. Meeresfrüchte, Südstaatenklassiker wie Hähnchen, Kekse, Country Gravy und Gumbo sowie mexikanisches / karibisches Flair mischen sich in der Küche zu super leckeren Speisen zusammen.
Miami Beach hat eine große Anzahl an Restaurants, Bars und Foodtrucks, hier findet also jeder etwas. Wer aber in Miami Beach Urlaub macht, sollte unbedingt eines der zahlreichen kubanischen Restaurants testen.
Havana Vieja – ein sehr gut bewertetes kubanisches Restaurant mit guten Preisen.
La Ventana – kolumbianisches Restaurant – sehr lecker und günstige Preise.
La Sandwicherie – eine Herzensempfehlung. Hier gibt’s Sandwiches aller Art, Smoothies und Säfte, große Portionen und gute Preise.
Mama’s Tacos Mexian Restaurant – Mexikanische Küche und sehr leckere Tacos.
Santorini by Georgios – wer griechisches Essen vermisst, kann hier vorbeischauen. Das Essen ist sehr gut, allerdings kenne ich original griechisches Essen – hier wird eben für den amerikanischen Gaumen gekocht – aber trotzdem nicht schlecht.
Espanola Way – Eine kleine Gasse mit vielen Restaurants von spanisch bis italienisch.
Zak the Baker – Jüdischer Bäcker im Wynwood-District. Eine große Empfehlung!
Rosetta Bakery – wer ein leckeres, fancy Frühstück sucht, ist hier genau richtig.
Und sonst so?
Miami Beach ist sicherlich nicht für jeden was – klimatisch gesehen für mich schon einmal gar nicht. Aber einen Roadtrip durch die USA zu machen und nicht einmal in Miami Beach vorbei zu schauen grenzt ja fast an eine Straftat.
Nichts desto trotz ist Miami Beach – besonders der Ocean Drive eine reale Filmkulisse. Egal ob in Miami Vice oder aus den Step Up Filmen, die Kulisse sieht genauso aus wie in diesen Serien und Filmen. Ganz besonders der Art déco District hat es mir sehr angetan.
Und natürlich bin ich mit Sonnenbrand abgereist. 🙂
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