Frankfurt am Main
Sehenswürdigkeiten und Tipps für ein Wochenende

Unglaubliche „Mainmetropole“, „Börsenstadt“, „Bankfurt“ oder „Mainhattan“, Frankfurt am Main hat so viele Namen, viele, die dieser Stadt gerecht werden und doch lohnt sich ein Blick hinter die Hochhäuser und die Business-Viertel. Dort verstecken sich alte idyllische Orte. Alt-Sachsenhausen und die urigen Kneipen mit Apfelwein und Grüner Soße zu Schnitzel, die Altstadt mit den Frankfurter Klassikern, Szeneviertel und Multikulti abseits von Anzugträger: Auch das ist Frankfurt am Main!

Als ich sowieso eine kleine Tour durch Deutschland machte und Frankfurt von Heidelberg aus sensationell zu erreichen ist, dachte ich mir „wieso eigentlich nicht“? Und es lohnt sich. Hier gibt’s viel zu entdecken und zwischen den ganzen Shoppingbegeisterten finden auch Reisende mit Freude an Kultur hier, zwischen den Häuserschluchten, ihren Platz.

Wissenswertes

Frankfurt am Main ist eine Metropole im Bundesland Hessen und gleichzeitig auch die größte Stadt im Bundesland. Knapp 747.000 Einwohner leben hier.

Kurz etwas Geschichte zum Einstieg: Schon seit dem Mittelalter gehört Frankfurt am Main zu den bedeutenden Zentren in Deutschland. Schon 794 wurde die Stadt urkundlich erwähnt. Heute ist Frankfurt einer der wichtigsten internationalen Finanzplätze der Welt, denn hier hat die Europäische Zentralbank, die deutsche Bundesbank und auch die Frankfurter Wertpapierbörse ihren Sitz.
Außerdem, wichtig für alle Reisenden: Dank der zentralen Lage ist Frankfurt am Main ein europäischer Verkehrsknotenpunkt. Der Flughafen gehört zu den größten der Welt. Auch der Bahnhof gehört zu einem Hauptknotenpunkt Deutschlands.
Der Spitzname „Mainhattan“ kommt im Übrigen daher, dass die Skyline Frankfurts stetig am Wachsen ist und die Ballung der Hochhäuser zu dem höchsten Europas gehört.

Für einen kurzen Aufenthalt von 2-3 Nächten eignet sich Frankfurt also perfekt für einen kleinen Städtetrip.

Die heißesten Monate sind Juli und August, hier kann das Thermometer schon einmal über 35 Grad klettern. Für einen Städtetrip eignen sich daher eher die Monate Mai, Juni und September, denn auch hier bleiben die Temperaturen im guten zweistelligen Bereich von 20-30 Grad. März, April und Oktober werden schon etwas kühler, bleiben aber ebenfalls noch in einer angenehmen Temperaturspanne. Wenn ich Städtetrips unternehme, dann meist im Juni und September.

Im Juli und August würde ich von einem Städtetrip abraten, denn Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad können solche Ausflüge eher belasten. Dafür eignen sich diese heißen Monate perfekt für einen Badeurlaub an den zahlreichen Seen in Deutschland. Hier ein kurzer Überblick über die beste Reisezeit:

Frankfurt am Main erleben

Wenn man einen Reiseführer öffnet, springt einem sicherlich sofort „die Römer“ und der Römerberg ins Gesicht. Absolut zu verstehen. Sind sie neben der Skyline doch das Wahrzeichen der Stadt. Gerade hier versammeln sich ganze Touristenherden um die alten Fachwerkhäuser und den herausragenden alten Baustil aus dem 15. Jahrhundert zu bestaunen. Und wenn Frankfurt im Fußball gewinnt, kleiner Tipp: Ganz dringend den Platz meiden! Als „die Römer“ wird hier eigentlich das Rathaus bezeichnet mit seiner charakteristischen Treppengiebelfassade.

Als ich auf dem Römerberg stand, fiel mir ein sehr hoher Kirchturm auf, er gehört zum Frankfurter Dom (St. Bartholomäus).
Der Frankfurter Dom war im Übrigen nie eine Kathedralkirche. Bedeutung als Nationalsymbol erlange er vielmehr durch die politisch-geschichtliche Rolle im heiligen römischen Reich Deutscher Nation. So, wie er heute steht, wurde er 1955 instand gesetzt, nachdem Kriegsschäden entstanden waren.
Vor Ort, am Eingang der Kirche, sah ich, dass man dort für 3 EUR hochlaufen konnte – kurze Sporteinheit, waren nur knapp 328 Stufen, hat sich aber definitiv gelohnt, kein Witz!

Und meine Faszination für Opernhäuser fand auch in Frankfurt wieder Anklang. Denn die Alte Oper am Opernplatz ist ein richtiges Schmuckstück. Meiner Meinung nach auch die schönste Oper, die ich bisher gesehen habe. Leider finden hier keine Opern mehr statt, sie dient heute lediglich als Konzert- und Veranstaltungshaus. Allerdings ist der Baustil wirklich wunderschön und sehr beeindruckend.

Witzig, durch Zufall landete ich bei einem Turm, der mich an Dornröschen (oder doch Rapunzel?) erinnerte. Nach kurzem Googlen war dann klar, ich stand vor dem Eschenheimer Turm. Davon hatte ich zwar vor meiner Recherche über Frankfurt bereits gelesen, wirklich auf dem Schirm stand der aber nicht. Umso erstaunlicher, dass ich ihn dann doch entdeckt habe.
Der Turm war früher im spätmittelalterlichen Frankfurt ein Stadttor. Seit dem 15. Jahrhundert steht dieser Turm und ist zugleich fast völlig im Originalzustand erhalten und das älteste Bauwerk der Frankfurter Innenstadt.
Heute findet man dort im Übrigen im Erdgeschoss eine kleine Bar mit Restaurant. Außerdem ist der Turm Teil des Unternehmenslogos einer ansässigen Brauerei.

Als ich in Frankfurt war, fand gerade das Streetfood-Festival statt. Mag ich ja ganz besonders, denn Streetfood ist immer klasse! Die Frankfurter scheinen es auch zu lieben. Es war wirklich die Hölle los. Ich konnte zum Glück vor dem Ansturm noch ein paar Fotos schießen, denn die Passage ist wirklich toll angelegt.

Eigentlich wollte ich mir noch den chinesischen Garten ansehen, leider ist er zu der Zeit, als ich dort war abgebrannt. Scheint wohl auch Brandstiftung gewesen zu sein.
Aber auf den Weg dahin bin ich an ein paar Streetart-Kunstwerken vorbei gekommen, die ich sogar noch sehr mag, wenn es kein sinnloses Gekritzel an den Wänden ist.

Nachdem ich mir die Umgebung um den Römerberg angesehen hatte, wollte ich noch ganz traditionell Frankfurter Grüne Soße essen.
Kennst du das? Die Grüne Soße ist eine Soße, die man nur so nennen darf, wenn 7 Kräuter enthalten sind die in der näheren Umgebung von Frankfurt wachsen, diese wären: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Die Saison beginnt im Übrigen an Gründonnerstag und endet mit dem ersten Frost im Herbst. Die Beste Qualität haben die Kräuter allerdings im Mai.
Jedenfalls gab man mir den Rat, solch ein Lokal in Alt-Sachsenhausen zu suchen, denn dort herrschen die Urkneipen mit ihrem gemütlichen dunklen Holzcharme und dem berühmten Apfelwein.

Auf den Weg nach Alt-Sachsenhausen überquerte ich noch ganz traditionell den Eisernen Steg. Der wurde 1868 das erste Mal als ganz normale Fußgängerbrücke über den Main gebaut. 1946 wurde er nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut und 1993 grundlegend saniert. Ich mochte die Aussicht über den Main und die Hochhäuser im Bankenviertel. Außerdem hängen dort zahlreiche Liebesschlösser. Irgendwie kitschig, sein Liebesschloss an einen Eisernen Steg zu hängen.

Selbstverständlich kann man in Frankfurt am Main noch sehr viel mehr sehen. Das Mainufer ist zum Beispiel noch ein schöner Ort, oder die neue Oper. Der Ausblick von Frankfurts höchsten Turm (Maintower) soll auch hervorragend sein. Ich hatte allerdings nur einen ganzen Tag in dieser Stadt und für mich war es ausreichend.

Anreise nach Frankfurt am Main

Nach Frankfurt am Main kommt man auf so vielen Wegen. Die meisten Deutschen nutzen aber vor allem das eigene Auto und den Zug.
Dadurch, das Frankfurt am Main der Hauptknotenpunkt in der Luftfahrt ist, landen hier natürlich viele mit dem Flugzeug. Vom Flughafen aus kommt man dann ganz flexibel in die Stadt.

  • Taxi: Ca. 16 Minuten Fahrt und 30,00 EUR
  • S-Bahn: Linien S8, S9, ca. 15 Minuten Fahrt und 4,55 EUR
  • Zug: Mit der R80, 20 Minuten Fahrt und 4,55 EUR

Möchte man mit dem Zug anreisen, landet man wohl oder übel an Frankfurts Hauptbahnhof. Der Bahnhof ist fußläufig zur Altstadt (Römer) etwa 20 Minuten entfernt.

Die Ticketpreise variieren hier je nach Ausgangsort. Trotzdem liegt Frankfurt am Main so zentral, dass man z. B. nach Hamburg nur 3,5 h, nach Köln 1 h und nach Zürich beispielsweise nur 4 h Fahrzeit hat.

Wer mit dem Auto nach Frankfurt fährt, nimmt eine der unzähligen Autobahnen die sich dort kreuzen. Die A5 und die A3 sind die Hauptleitsysteme. Hiervon biegt man dann dorthin ab, wohin man möchte und folgt den Wegweisern und den Hinweisen des Parkleitsystems.

Fortbewegung in Frankfurt am Main

Den Kern von Frankfurt am Main kann man super gut zu Fuß erkunden. Wenn man von außerhalb kommt bieten sich hier die öffentlichen Verkehrsmittel wie U-Bahn, S-Bahn und die Busse an.

Die Fahrkarten erhält man an den Ticketautomaten an den jeweiligen Haltestellen, wenn diese nicht funktionieren, dann kauft man das Ticket beim Fahrer.

Für das Gebiet „Frankfurt am Main“ benötigt man die Tarifklasse 3!

  • 1 Fahrt – 3,20 EUR
  • Tageskarte – 6,25 EUR

Unterkunft und meine Restaurant-Tipps

Unterkunft

Frankfurt ist je nach Stadtgebiet nicht gerade günstig. Besonders die Altstadt weis, was sie verlangen kann und wie man Touristen das Geld aus der Tasche zieht. Das liegt zum einen daran, dass die Stadt an immer mehr Beliebtheit gewinnt, zum anderen da die Stadt stetig wächst.
Mein Hotel war das „Aparthotel Adagio Frankfurt City Messe“. Das Hotel bietet eine gehobene Klasse, schöne Zimmer und ein super Frühstück. Für die Lage passt der Preis, außerdem ist direkt vor der Tür die Straßenbahnstation „Ludwig-Erhard-Anlage“.

Kosten: 70 EUR/Nacht
Lage: Hamburger Allee 4, 60486 Frankfurt am Main
Hier buchen: Aparthotel Adagio Frankfurt City Messe*

Meine Restaurant-Tipps für Frankfurt

Natürlich durfte die berühmte grüne Soße nicht fehlen. Ansonsten bietet Frankfurt kulinarisch – wie in Deutschland so üblich – eher deftiges Essen an. Weit oben steht aber auch der berühmte Ebbelwoi (Apfelwein), die Frankfurter Würstchen mit Tradition oder eine Rote mit Biss: Frankfurter Rindswurst. Ich habe sowohl heimisch als auch international dort gegessen und war sehr zufrieden.

  • Kilimanjaro – Der kulinarische Traum der Afrika-Fans! Hier gibt’s vor allem große Platten zum Teilen mit verschiedensten Soßen, Dipps und Salat. Der Koch kommt aus Eritrea.
  • Ebbelwoi Unser – Ja, hier dreht sich alles um den Apfelwein und die grüne Soße! Hervorragende Küche und uriges Lokal in Sachsenhausen.

Fazit

Frankfurt am Main ist eine wunderschöne und vor allem saubere Stadt. Ein Kurztrip über ein Wochenende ist hier wirklich ausreichend. Der Charme zwischen Altstadt und „Mainhattan“ hat einfach was. Ein Spaziergang am Main oder durch Alt-Sachsenhausen muss einfach drin sein! Ich habe auch nicht alles gesehen, aber die Orte, über die ich berichtet habe sind meiner Meinung nach die sehenswertesten und schönsten in der Main-Metropole.

Warst du schon einmal in Frankfurt? Wie hat es dir gefallen? Ab in die Kommentare damit!

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

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