Nürnberg
Insidertipps, Sightseeing, Liebesbrief

Was habe ich mich auf meinen Blogbeitrag zu meiner Herzstadt Nürnberg gefreut. Jetzt ist er da! Mir liegt es wirklich am Herzen, dir meine absolute Lieblingsstadt auf dem Planeten Erde vorzustellen, dich ein wenig durch die Straßen mitzunehmen, dir meine Liebe zur Stadt näher zu bringen und dir vielleicht auch einen Besuch in dieser wundervollen Stadt – die ich so abgöttisch liebe – schmackhaft zu machen. Fachwerkhäuser so weit das Auge reicht, Märke, Aussichtspunkte, Trubel in der Altstadt, Shoppen für Fanatiker, Sehenswürdigkeiten wie unsere Kaiserburg und nicht zu vergessen die absolut einzigartige fränkische Kultur; oder wie ich es einfach schreiben würde: Mein Liebesbrief an Nürnberg!

Wissenswertes

Nürnberg (fränkisch: Närmberch) ist die größte Metropole im Bezirk Franken. Mit mittlerweile über einer halbe Millionen Einwohnern ist Nürnberg die zweitgrößte Stadt in Bayern. – Auch wenn wir uns Franken nie als Bayern bezeichnen würden. Gemeinsam mit ihren umliegenden Städten bildet dieser Ballungsraum einen von 11 Metropolregionen in Deutschland. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt im Übrigen schon im Jahre 1050. Bekannt ist Nürnberg vor allem für die mittelalterliche Altstadt (die im 2. Weltkrieg sehr stark leiden musste und größtenteils wieder aufgebaut wurde), insbesondere die Kaiserburg, Kirchen, Baudenkmäler und die alten Gassen. Internationale Bekanntheit gibt es dann durch den Christkindlemarkt, das germanische Nationalmuseum und durch das Reichsparteitagsgelände.

Wann ist denn eigentlich der perfekte Zeitpunkt für einen Städtetrip nach Nürnberg? Die heißesten Monate sind Juli und August, hier kann das Thermometer schon einmal über 35 Grad klettern. Für einen Städtetrip eignen sich daher eher die Monate Mai, Juni und September, denn auch hier bleiben die Temperaturen im guten zweistelligen Bereich von 20-30 Grad. März, April und Oktober werden schon etwas kühler, bleiben aber ebenfalls noch in einer angenehmen Temperaturspanne. Wenn ich Städtetrips unternehme, dann meist im Juni und September.
Hier ein kurzer Überblick über die beste Reisezeit:

Nürnberg erleben

Wo soll ich nur anfangen. Ich kann nur sagen: Nürnberg hat nicht “die Sehenswürdigkeit”, Nürnberg ist eine Sehenswürdigkeit. Was wohl auch dem geschuldet ist, dass sich so ziemlich alles “Wichtige” für einen Städtetrip in der Altstadt befindet und man dafür nicht mal weit hin und her fahren muss. Aber, ich fange mal mit dem Offensichtlichen an:

Das Wahrzeichen der Stadt, die Kaiserburg.
Der Touristenhotspot, das Mekka oder auch “wo finde ich die meisten Touristen” in Nürnberg. Das soll keineswegs abschreckend wirken. Die Kaiserburg ist nur einfach unser Wahrzeichen und das spiegelt sich eben dann wieder, wenn man zu den Hauptzeiten dorthin geht.

Kein Grund zur Panik, hier meine Tipps:

  • Die Kaiserburg am besten früh morgens zur Morgensonne oder spät abends kurz vor Ende der Öffnungszeiten besuchen – Gibt sowieso viel geilere Fotos.
  • Ferienzeiten und vor allem Hauptreisezeiten, wie den Sommer, meiden.
  • Kamera einpacken.
  • Auf den Sinnwellturm laufen – geilste Aussicht.
  • Blick von der Freiung der Kaiserburg genießen.
  • Eine kostenpflichtige Tour durch das Innere unternehmen.

Falls du dich dazu entscheiden solltest, eine Tour zu buchen, bekommst du wirklich tolle Einblicke in Räume, die dir sonst verschlossen bleiben. Bezahlbar ist es im Übrigen auch, also: Keine Abzocke!

  • Gesamtkarte (Palas mit Doppelkapelle, Kaiserburg-Museum, Tiefer Brunnen): 7 EUR
  • Tiefer Brunnen: 3 EUR
  • Palas mit Doppelkapelle/ Kaiserburg-Museum: 5,50 EUR
  • Burggarten und Maria Sibylla Merian-Garten: Eintritt frei
  • Kombi-Ticket Kaiserburg & Cadolzburg: 12 EUR

Kurz noch ein paar Fakten zur Burg: Eigentlich ist die Burg eine s. g. “Doppelburg” sie besteht also aus der Kaiserburg und der Burggrafenburg. Die frühesten Spuren zum Bau stammen aus der Zeit um 1000. Leider wurde die Burg im 2. Weltkrieg stark durch die Luftangriffe beschädigt, aber zum Glück in der historischen Form wieder aufgebaut.

In ihrem historischen Charakter zählt die Burg als Wehrbau, Kaiserresidenz, Reichsburg und hohenzollerischen Burggrafensitz als zu den geschichtlich und baukünstlerisch bedeutendsten Wehranlagen Europas. Die Kaiserburg besteht aus Sandstein und wurde auch auf Sandstein gebaut.

Die unterirdisch liegenden Felsenkeller wurden jahrhundertelang zum Gären und Lagern von Bier benutzt.

In der ehemaligen Kaiserstallung ist heute die Jugendherberge Nürnberg untergebracht. Das muss für die Schüler wohl immer sehr aufregen sein, mal in einer richtig echten Burg schlafen zu können.

Prinzen und Prinzessinnen aufgepasst: Mittlerweile kann man die Burg auch für Hochzeiten oder Feste buchen.

Eine Legende sagt, dass der Raubritter Eppelein von Gailingen im 14. Jahrhundert mit seinem Pferd über die Mauer der Kaiserburg gesprungen sei, um seiner Hinrichtung zu entgehen. – Wenn du dir die Höhe der Mauer mal angesehen hast, kannst du wohl, wie ich, kaum glauben, dass er das überlebt haben kann.

Bleiben wir doch bei historischen Orten. Mein liebster Ort in Nürnberg ist die Weißgerbergasse. Der Name kommt im Übrigen von den Weißgerbern, die im Mittelalter dort ansässig waren und im Gegensatz zu den Rotgerbern mit Hilfe von Alaun, Kochsalz, Mehl, Eiern und Baumöl rohe Tierhäute zu feinem, hellen Leder, eben dem “Weißleder” verarbeiteten. Keine Sorge, die Geruchsbelästigung von damals gibt es heute nicht mehr. Die Gasse besteht nur aus alten Fachwerkhäusern und hat einfach einen ganz besonderen Charme. Hier gibt’s ein paar coole Bars, Restaurants und Galerien. Aber mal ehrlich, die Hauptsehenswürdigkeit in dieser Gasse ist doch die Gasse selbst. Bei meinem Spaziergang wurde mir wieder klar, wie wunderschön Nürnberg ist. Hach, mein liebes Nürnberg, bist du schön.

Das Tolle an Nürnberg ist ja, dass alles fußläufig erreichbar ist und die Hauptpunkte  wie ein kleiner Rundgang angeordnet sind. Direkt nach der Weißgerbergasse geht man einfach über die Straße und findet direkt den Kettensteg. Tatsächlich bin ich erst 2018 das erste Mal über die Brücke gelaufen. Das lag wohl auch daran, dass sie ständig wegen Sanierungsarbeiten geschlossen war als ich damals im gleichnamigen Biergarten “Kettensteg” mein Radler genossen habe. Die Brücke ist einfach ein grandioses Fotomotiv, ganze 68 Meter lang, der Blick über die Pegnitz ist gerade in der Abendsonne wunderschön und der Biergarten bietet alles für das fränkische Wohlergehen: Von Bier bis zum Schäufele oder Braten mit Klöße. Außerdem, wusstest du, dass der Kettensteg die älteste erhaltene eiserne Kettenbrücke auf dem europäischen Festland ist? Heimspiel in Sachen Historie!

Nach dem Überqueren des Kettenstegs kann man einen wunderschönen Spaziergang durch die Altstadt bis zum Hauptmarkt unternehmen. Ein wahnsinnig großer Platz an dem, wenn nicht gerade Marktstände (Wochenmarkt “Grüner Markt”) dort zu finden sind (was für einen regionalen, plastikfreien und saisonalen Einkauf natürlich atemberaubend ist) zahlreiche Festivals und Kulturfeste stattfinden. In der Weihnachtszeit findet sich hier unser berühmter Christkindlemarkt. Ansonsten gibt es noch zahlreiche andere Feste die immer beliebter werden: Das Bardentreffen, der Spargelmarkt, Ostermarkt, Herbstmarkt und der Trempelmarkt (mit der größte Flohmarkt Deutschlands!). Außerdem findet jährlich das “District Ride” in Nürnberg statt – das ist ein Freeride-Mountainbike-Event mit 40.000-60.000 Zuschauern! Wahnsinn also was hier für ein Trubel ist.

Direkt am Hauptmarkt findet sich außerdem der “Schöne Brunnen“. Wenn du also einen 19 Meter hohen Brunnen sehen willst und etwas Glück einsammeln möchtest, bist du dort genau richtig.
Der Brunnen überlebte den 2. Weltkrieg tatsächlich unversehrt, was daran lag, dass er zu dieser Zeit in einem Betonmantel eingehüllt war.
Wie du jetzt also zu deinem Glück kommst? Einfach den Messingring drehen!
Eine Legende sagt, dass der Meister Kuhn, der das Gitter um den Brunnen gebaut hat eine Tochter namens Margret hatte, die von einem Lehrling umworben wurde. Der Meister wollte seine Tochter aber an keinen armen Burschen übergeben und warf ihn hinaus. Er soll dann etwas gesagt haben wie “Daraus wird ein für allem nichts! So wenig wird etwas daraus, wie du es fertig bringst, dass die Ringe am Brunnengitter sich drehen können! Der Meister ging auf Reisen und der Lehrling wollte beweisen, dass er etwas konnte und stellte den Ring heimlich her. Er schnitt ihn auf, fügte ihn ins Gitter ein, lötete, feilte und hämmerte so lange bis man keine Nahtstelle mehr sehen konnte. Der Lehrling verließ die Stadt und kam nie wieder zurück. Allerdings kam der Meister nach Hause und sah ein, dass er zu streng war. Er bedauerte den Rauswurf und hätte den Lehrling gerne wieder gehabt und ihm auch seiner Tochter gegeben. Es war zu spät und Margret weinte sich die Augen aus.
Einer der Ringe gilt als Glücksbringer. Meist wird der Messingring für den Glücksbringer gehalten. Allerdings glauben viele Nürnberger, dass der Eisenring der “echte Ring” sei.

Am Hauptmarkt findest du außerdem noch die Frauenkirche. Bekannt ist sie vor allem für das “Männleinlaufen” Zum Glockenschlag um 12:00 Uhr Mittags umgehen die 7 Figuren dreimal den Kaiser um ihm zu huldigen. Außerdem, am Nürnberger Christkindlemarkt spricht das Christkind auf der Empore den Prolog zur Markteröffnung.

Wenn du nach diesem Kulturrundgang jetzt noch Lust hast, deinen Tag etwas entspannter ausklingen zu lassen, wie wäre es mit ein klein wenig Bummeln durch die Shoppingmeile “Breite Gasse” oder “Karolinenstraße”? Hier gibt’s wirklich für jeden Shoppingverrückten alles was das Herz begehrt.

Zum krönenden Abschluss kommst du am Ende beider Gassen zum “Ehekarussell“. Ehe? Karussell? Ja, aber eigentlich ist es nur ein harmloser Brunnen. Der Brunnen zeigt in sechs überlebensgroßen Figurengruppen bildhaft überzeichnet die unterschiedlichsten Szenen aus dem Auf und Ab des Ehelebens – von der ersten leidenschaftlichen Liebe über Ehestreit bis zum Tod. Den Ursprung hat dieser Brunnen in dem Gedicht “Das bittersüße eheliche Leben” von Hans Sachs. Mein liebster Abschnitt ist “Ehestreit in Ewigkeit”, ich weis nicht wieso, aber irgendwie finde ich die Darstellung wirklich genial!

Was du sonst noch so in der geilsten Stadt der Welt sehen kannst

Ein ebenfalls absoluter Touristenhotspot in Nürnberg ist der Handwerkerhof in der Nähe des Hauptbahnhofes am Eingang zur Altstadt. Früher war der Handwerkerhof der Waffenhof der Reichsstadt. Heute finden sich in den kleinen Gassen Fachwerkhäuser in denen Handwerker ihre Ware verkaufen, Wirtschaften zum Essen & Trinken einladen und traditionelle Handwerkskunst.

Ein weiterer Foto-Hotspot und wirklich ein sehr beliebtes Motiv ist das Heilig-Geist-Spital. Ehrlich, ich kenne keinen Touristen, der daran vorbei geht ohne ein Foto zu knipsen. Im Endeffekt war das HeiGei die größte städtische Einrichtung zur Versorgung von Kranken und Alten in der Reichsstadt. Außerdem wurden von 1424 bis 1796 die Reichskleinodien dort aufbewahrt. Besonders ist natürlich der Baustil, der zum Teil über die Pegnitz ragt. Heute ist es ein Altenheim.

Die Ruhe-Oasen der Stadt

Da wäre zum einen die Wöhrder Wiese und der Wöhrder See. Obwohl die Nähe zur Innenstadt und zur gleichnamigen U-Bahnstation besteht, hat man das Gefühl, weit weg von Trubel und Lärm zu sein. Alles ist grasgrün, das Gelände ist wirklich groß und du kannst hier so richtig entspannen! Außerdem ist das hier nichts Ungewöhnliches Businesstypen im Anzug im Gras liegen zu sehen die sich ein Nickerchen zu Mittag gönnen.
Zum anderen hätten wir da die Insel Schütt. Eine kleine Insel in der Pegnitz. Vor allem im Sommer kann es hier voll werden, was der chilligen Stimmung aber sowas von keinen Abbruch tut. Außerdem wird von Mai bis Juli ein Großteil der Insel Schütt zum Stadtstrand! Hier wird feinster Sandstrand abgelassen, Strandbars eröffnet und Liegestühle sowie Strandkörbe für alle Genießer bereitgestellt. Einfach mal in den Liegestuhl hängen und einen Cocktail genießen!
Direkt an der Stadtmauer gibt es dann noch das Tiergärtnertor. Einer der liebsten Plätze von uns Nürnbergern. Liegt wohl daran, dass es so abseits vom Trubel liegt. Rund um den kleinen Platz findest du hier haufenweise Cafés und Bars. Bestell dir ein kühles Bier oder ein Glas Wein und mach es wie die Nürnberger: Einfach auf dem Boden Platz nehmen!

Streetfood auf Fränkisch

Früher oder später wenn du vom Hauptbahnhof Richtung Stadt läufst wirst du auf kleine schnuckelige viereckige Verkaufshäuschen stoßen. Was wir hier so lieben?

Der Bratwurst Point für die geilste Nürnberger Rostbratwurst. Die unangefochtene Nummer 1 wenn es um Nürnbergs Streetfood geht. Die Bratwurst hat übrigens ganz strenge Regeln, wann sie wirklich “Nürnberger Rostbratwurst” heißen darf. Jede Nürnberger Rostbratwurst darf nach festgeschriebenem Rezept nur im Stadtgebiet Nürnberg hergestellt werden. Daneben tragen sie neben dem offiziellen Zeichen der EU auch ihr eigenes Original-Siegel. Als Streetfood bekommst du ein Brötchen mit 3 kleinen Bratwürsten und auf Wunsch Ketchup / Senf. Wenn du dich nicht als Tourist outen möchtest, dann bestell am besten “Drei im Weckla”

Die besten Brezen der Stadt von “Brezen Kolb“. Die superleckeren Brezen gibts beinahe überall im Stadtgebiet. Alleine in der Altstadt finden sich sechs kleine Häuschen. Die Variation, wie du deine Breze essen möchtest, bleibt dabei ganz deine Entscheidung. Klassisch mit feinem Salz oder belegt mit Tomate / Mozzarella? Oder doch lieber die Variation mit Schinken und Käse?

Was zwar nicht ganz zum Streetfood zählt, aber definitiv zu einem unserer Spezialitäten sind unsere Nürnberger Lebkuchen. Der Name ist übrigens seit 1996 geschützt. Demnach darf der Lebkuchen nur so heißen, wenn er auf dem Gebiet der Stadt Nürnberg hergestellt wurde. Typische Nürnberger Lebkuchen sind große, meist runde Oblatenlebkuchen mit Zuckerglasur, Schokoladenüberzug oder auch ohne Überzug. Ich kann dir nur empfehlen, dir einen kleinen Pack bei Lebkuchen Schmidt am Hauptmarkt zu kaufen. Die Auswahl ist hervorragend und sie sind einfach so lecker!

Tipps für einen unkomplizierten Aufenthalt in Nürnberg

  • Viele nutzen vor allem die Nürnberg-Card. Hier gibt es freien Eintritt zu den Sehenswürdigkeiten und freie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für 2 Tage!
    Hier kannst du die Karte kaufen: Nürnberg Card für 2 Tage*
  • Wenn dich so richtige “Local-Touren” interessieren, kann ich dir die private Tour mit einem ortsansässigen Guide empfehlen!
    Hier kannst du die Tour buchen: Private Tour mit ortsansässigem Guide*

Anreise nach Nürnberg

Für alle Reisenden: Nach Nürnberg kommt man wirklich mit jedem Verkehrsmittel, egal ob Flugzeug, Bahn, Fernbus, Schiff oder Auto!

Flughafen
Über Nürnbergs Flughafen reisen viele Touristen an. In die Stadt kommt man auch wirklich ganz easy. Unter dem Flughafen findet sich eine U-Bahnstation die einen innerhalb von 15 Minuten zum Nürnberger Hauptbahnhof fährt. Beste Voraussetzungen um wirklich überteuerte Taxipreise zu sparen.

Bahn
Wenn du mit der Bahn anreisen solltest, stehst du sowieso schon mitten im Zentrum. Entweder du fährst von hieraus mit der U-Bahn dorthin, wo dein Hotel ist oder du läufst einfach die paar Meter in die Innenstadt!

Auto
Easy, wenn du mit dem Auto unterwegs bist, einfach über die A3, A6, A9 oder A73 die Ausfahrten nehmen und dein Ziel suchen bzw. dem Parkleitsystem folgen.

Fortbewegung in Nürnberg

Da Nürnberg ein sehr gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz hat, kann ich jedem die Fortbewegung mit den öffentlichen Bahnen empfehlen. Die Strecken gehen in alle Himmelsrichtungen und decken so gut wie jeden Fleck der Stadt ab.

  • Einzelticket: 3,20 EUR (Großraum Nürnberg-Fürth)
  • Tagesticket Solo / Plus (1-6 Personen, max. 2 Erwachsene): 8,30 EUR / 12,30 EUR
  • Wochenticket 7 Tage (ab 9 Uhr): 26,70 EUR
  • Monatsticket 31 Tage: 80,10 EUR / ab 9 Uhr nur 73,40 EUR

Mit diesen Tickets kannst du alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen (U-Bahn, Straßenbahn, Bus).
Wenn du allerdings in der Altstadt übernachtest und dir nur die Hauptpunkte ansehen willst, brauchst du meiner Meinung nach gar kein Ticket, da wirklich alles super gut zu Fuß erreichbar ist.

Unterkunft und meine Restaurant-Tipps

Unterkunft

Da ich ursprünglich aus der Nähe komme bzw. jetzt bei Heimatbesuchen jederzeit bei meinen Eltern übernachten kann, habe ich für euch nur aufgrund der Empfehlungen ein paar Tipps zusammengesucht, die auch wirklich preiswert sind. Die Unterkünfte befinden sich auch alle in der Altstadt oder zumindest in Laufweite zur Altstadt von maximal 5 Minuten.

Motel One Nürnberg City
Kosten: ca. 70 EUR/Nacht
Lage: Bahnhofstraße 18, 90402 Nürnberg
Hier buchen: Motel One Nürnberg City *
Ibis Nürnberg Hauptbahnhof
Kosten: ca. 60 EUR / Nacht
Lage: Königstorgraben 9, 90402 Nürnberg
Hier buchen: Ibis Nürnberg Hauptbahnhof *

 

Five Reasons Hostel & Hotel
Kosten: ca. 50 EUR / Nacht
Lage: Frauentormauer 42 , 90402 Nürnberg
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Hotel dasPaul
Kosten: ca. 140 EUR / Nacht
Lage: Kaiserstraße 22, 90403 Nürnberg
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Meine Restaurant-Tipps

Oh mamma mia, da gibt es wirklich eine ganze Liste, mit der ich dich auch nicht überhäufen möchte. Ich habe mir einfach meine absoluten Favoriten heraus gepickt, die ich auch immer wieder aufsuche, wenn ich in der Stadt bin.
Zuerst einmal: Wir Franken haben einen unglaublichen Faible für deftiges Essen. Schäufele (Schweineschulter), die fränkischen Bratwürste, Nürnberger Lebkuchen, Braten mit Klöße, Sauerkraut oder knusprig gebackener Karpfen sind nur Auszüge aus unserer Küche. Für mich zählt sie zu den Besten der Welt. So, jetzt aber. Hier meine Empfehlungen für jede kulinarische Richtung:

  • Albrecht-Dürer-Stube – für ein richtig gutes Schäufele mit Kloß der beste Platz!
  • Café & Bar Celona (Finca) – dank Thomas und seinem Team gibt’s hier hervorragende spanische Tapas und richtig guten Kaffee!
  • Bratwurst Rösslein – Sehr gute Bratwürste mit Sauerkraut und Senf gibt’s dann hier!
  • Kuhmuhne – geile Burger, cooles Flair, geiler Name.
  • Vegöner – für alle Veganer gibts hier den besten veganen Döner und veganes Street Food!
  • CoDung – Sushi mit geilem Flair!

Mein Liebesbrief an Nürnberg

Liebes Nürnberg,

ich weis auch gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Du hast mich inspiriert. Als ich 14 war durfte ich dich das erste Mal so richtig kennen lernen. Was bin ich durch deine Straßen als kleiner (oder auch 1,90 Meter großer) Teenager gezogen. Habe mich treiben lassen von diesem grandiosen Flair, meine ersten Berührungen mit zu viel Bier und Cocktails am Pegnitzufer ertastet. Habe mir von Nürnbergern deine Facetten und versteckten Orte zeigen lassen und habe mich verliebt.

Ja, verliebt. Verliebt in deinen Charme, in dein Leben, in dein Treiben und auch 10 Jahre später in deine Geschichte und in die Kultur. Warum ich erst mit 24 die Sehenswürdigkeiten abgeklappert habe, ist mir noch immer völlig unerklärlich. Doch habe ich deine Gassen erkunden dürfen, die Geschichte dahinter erfahren und noch viel mehr von dir gelernt, als ich es jemals zuvor tat.

Die Kinnladen wenn herunterkrachen und die erstaunten Blicke deiner Besucher, der Rummel auf dem Hauptmarkt wenn wieder Weihnachtszeit ist, deine ganz besonderen Feste und die Stimmung in deiner Stadt, was ist sie herrlich.

Danke für deine wundervollen Sommerabende am Strand. Danke für deine Art zu zeigen, was Zusammenhalt und Wiederaufbau bewirken kann. Schön, dass du es geschafft hast, mir zu zeigen, dass die Vergangenheit von damals das moderne Leben heute geprägt hat.

Nein, Nürnberg, ich habe mich nicht in dich verliebt, weil du eine – in meinen Augen – perfekte Stadt bist, sondern, weil ich immer auf dich zählen kann. Du hast mich noch nie enttäuscht. Sei es Regen, Hagel, Schnee oder Sturm. Zu keiner Zeit hast du mir das Gefühl gegeben, nicht wunderschön zu sein.

Hach, Nürnberg. Was bist du nur wunderschön!

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